Krank durch Schwermetallbelastungen

Chronische Erkrankungen sind insbesondere in den Industrienationen auf dem Vormarsch. Hierzu zählen u. a. Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes), Gefäßerkrankungen (z.B. Arteriosklerose), sowie Autimmunerkrankungen (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis oder Rheuma).

Mittlerweile wird immer deutlicher, dass den allermeisten chronischen Kranheiten entzündliche Prozesse zugrunde liegen oder das sie zumindest von einem chronischen Entzündungsgeschehen begleitet werden. Dies wurde kürzlich selbst für neurodegenerative und sogar für psychiatrische Erkrankungen gezeigt.

Als Verursacher dieser entzündlichen Prozesse rücken Umweltfaktoren immer mehr in den Fokus, gerade weil diese in den Industrieländern eine besondere Belastung darstellen. Die aktuelle Diskussion zum Thema “Diesel-Emissionen” in Großstädten und die Erwägung von Fahrverboten ist ein Paradebeispiel für diese Problematik. Der Belastung mit Schwermetallen kommt hier eine wichtige Bedeutung zu. Als weitere Quellen kommen neben den genannten Emissionen auch belastete Lebensmittel, Zahnersatzmaterialien und Endoprothesen in Betracht.

Grundlagen der möglichen Krankheitsentstehung

Krankheiten können aus einer Schwermetallbelastung durch unterschiedliche Mechanismen entstehen. Zum einen kann es zu allergischen Reaktionen gegen das Metall kommen, was dann als Sensibilisierung zu verstehen ist. Anders als klassiche Pollen oder Hausstauballergien handelt es sich hierbei in der Regel um sog. Typ IV Sensibilisierungen. Diese äußern sich völlig anders als klassische Allergien und auch die Diagnostik unterscheidet sich grundlegend. Allerdings bestehen auch eine Reihe anderer Mechanismen, die in Frage kommen eine klinische Symptomatik auszulösen. Im Einzelnen sind dies die Aktivierung des angeborenen Immunsystems, die Schädigung der Darmwand mit resultierender Steigerung der Durchlässigeit (Leaky Gut), die Entstehung freier Radikale und damit die Induktion von oxidativem Stress, die Verdrängung von Spurenelementen aus metall-abhängigen Enzymen, möglicherweise eine Schädigung der Blut-Hirn-Schranke und die Entstehung von Autoimmunerkrankungen.

Die Diagnostik

Die Grundlage für eine sinnvolle Diagnostik ist immer eine ausführliche Anamnese. Nur so lässt sich der Verdacht auf eine mögliche Schwermetallquelle vernünftig ermittelt. Ergibt sich ein solcher Verdacht stehen unterschiedliche Laboruntersuchungen zur Verfügung.

Therapiemöglichkeiten

Ob eine Therapieindikation besteht und welche Art der Therapie für den einzelnen in Frage kommt wird anhand der erhobenen Befunde individuell festgelegt. Besonders wichtig ist, dass vor jeder Therapie, die die Ausscheidung von Schwermetallen aus dem Körper begünstigen soll die Darmschleimhaut gesund und intakt sein muss. Auch die Nierenfunktion muss im Vorfeld untersucht werden.

Wenn Sie vermuten an einer schwermetallinduzierten Erkrankung zu leiden oder dieses ggf. bereits festgestellt wurde, dann vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Sprechstunde. Bitte denken Sie daran im Vorfeld unsere Patientenfragebögen auszufüllen. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.